Chronik ab 1908

Bis ins späte 19. Jahrhundert gehörte Altenhundem zur Pfarrei Kirchhundem. Die für die Bewohner zuständige Kirche stand im Hundemtal in Kirchhundem. In Altenhundem selbst gab es nur eine, dem hl. Antonius dem Einsiedler geweihte Kapelle. So gingen die Gläubigen bis zur Errichtung einer selbstständigen Pfarrei in Altenhundem im Jahr 1893 zur Sonntagsmesse nach Kirchhundem, das als zentraler Ort des öffentlichen Lebens galt und auch Sitz einer politischen Gemeinde und Amtsverwaltung war. Dadurch mag sich auch der Name „Hundem“ in der Vereinsbezeichnung „Filialverein Hundem“ erklären. Erst später, im Jahre 1918, trennten sich die Kirchhundemer Imker vom Imkerverein Altenhundem und bildeten einen eigenen Imkerverein, den Imkerverein Kirchhundem. Dem angeschlossen waren überwiegend die Imker aus dem Hundemtal, wie Heinsberg, Würdinghausen, Albaum, Oberhundem sowie Kohlhagen. Im Protokoll aus dem Jahr 1918 wird dies dokumentiert. (siehe 1918) Erst in den 1970er Jahren hat man den Imkerverein Kirchhundem wieder aufgelöst. Die Mitglieder wechselten zum Imkerverein Altenhundem.


1908
Der Bienenzuchtverein Altenhundem unter dem Vorsitzenden Pfarrer Scholemann erstellte seine eigene Satzung. Friedrich Scholemann war vom 20.06.1898 bis zum 13.01.1921 Pfarrer von Altenhundem und maßgeblich am Bau der heutigen Altenhundemer Kirche beteiligt.

 

Satzung des Bienenzuchtvereins für Altenhundem und Umgegend
aus dem Jahr 1908


§1
Der Bienenzuchtverein Altenhundem und Umgebung hat den Zweck, für Hebung und
Förderung der Bienenzucht zu wirken.
§2
Mitglied kann jeder Bienenzüchter und Bienenfreund werden. Die Anmeldung muss
mündlich oder schriftlich beim Vorsitzenden oder Vorstand erfolgen. Über die
Aufnahme entscheidet der Vorstand.
§3
Der Jahresbeitrag beträgt 1M 50 Pf. und ist spätestens bis zum 1. April des laufenden
Jahres zu entrichten.
§4
Das Vereinsjahr läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Im Laufe des Jahres neu
eingehende Mitglieder haben den vollen Beitrag für das laufende Geschäftsjahr zu
bezahlen.
§5
Die Leitung des Vereins erfolgt durch den Vereinsvorstand, welcher besteht aus:
- dem Vorsitzenden,
- dessen Stellvertreter,
- dem Kassierer und Schriftführer.
§6
Die Wahl des Vorstandes erfolgt durch einfache Stimmenmehrheit auf die Dauer von
3 Jahren. Jedes Jahr scheidet ein Vorstandsmitglied aus.
§7
Der Vorsitzende leitet die Versammlung und vertritt den Verein nach außen.
§8
Die Leistungen des Vereins sind unentgeltlich. Auslagen wie Porto und vom Vorstand
beschlossene Reisen werden vergütet.
§9
Bei der Abstimmung entscheidet die einfache Stimmenmehrheit der anwesenden
Mitglieder, bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden.
§10
Jedes Mitglied kann zu jeder Zeit freiwillig aus dem Verein austreten, muß aber für
das laufende Jahr seinen Verpflichtungen nachkommen und seinen Austritt bis zum 1.
Oktober mündlich oder schriftlich beim 1. Vorsitzenden anmelden. Ebenso ist der
Verein berechtigt, solche Mitglieder, welche sich eines groben Verstoßes gegen die
Satzung und Beschlüsse schuldig machen, durch Abstimmung mit 2/3 Mehrheit aus
seiner Mitte zu entfernen. In beiden Fällen verlieren die Ausscheidenden jegliches
Anrecht auf den Verein.
§11
Die Auflösung des Vereins kann nur mit einer zu diesem Zweck einberufenen
Versammlung und nur dann erfolgen, wenn 3/4 der Gegenwärtigen für die Auflösung
stimmen.
§12
Im Falle der Auflösung beschließen über die Verwendung des etwaigen
Vereinsvermögens die derzeitigen Mitglieder.
§13
Abänderungen dieser Satzungen können nur durch Zustimmung von zwei Dritteln der
anwesenden Stimmen vorgenommen werden.
Altenhundem, den 7. Juni 1908
Der Vereins-Vorsitzende:
Pfarrer Scholemann

 

1909
In der Beilage des Vereinsorgans des westfälischen Hauptvereins für Bienenzucht der Ausgabe Januar 1909 ist vermerkt, dass ab dem 1. Januar der Imkerverein Altenhundem als neuer Verein mit 24 Mitgliedern beigetreten ist. Vorsteher war Pfarrer Scholemann aus Altenhundem. Auffallend ist, dass anstelle des bisherigen „Westf.- Rheinischen Vereins für Bienenzucht und Seidenbau“, der „Westfälische Hauptverein für Bienenzucht“ in den Unterlagen in Erscheinung tritt. So kann man sicherlich davon ausgehen, dass sich der bisherige Hauptverein entweder aufgelöst hat, oder aber umbenannt worden ist.

1912
Am 15.09.1912 fand im Hotel Hufnagel in Altenhundem eine Mitgliederversammlung statt.

1913
Der Bienenzuchtverein veranstaltete einen Ausflug nach Kirchveischede. Der Imkerverein zählte 31 Mitglieder.

1915
11.07.1915 Versammlung beim Mitglied Joh. Wiethoff. Anberaumung einer Versammlung bei Johann Wiethoff.

1918
Am 17.03.1918 fand beim Mitglied Joh. Wiethoff eine Versammlung statt.

1918
Kirchhundemer Imker bildeten einen eigenen Imkerverein Nachweislich ging im Jahre 1918 aus dem Imkerverein Altenhundem der Imkerverein Kirchhundem hervor. Ende 1976 löste sich der Imkerverein Kirchhundem allerdings wieder auf und wechselte zurück zum Imkerverein Altenhundem. (Ihm hatten sich ebenfalls die Imkervereine Elspe (1978), Meggen (1979), angeschlossen.) Im nebenstehenden Protokoll aus dem Jahr 1918 wird die Bildung des Imkervereins Kirchhundem dokumentiert.

Kirchhundem, den 25. August 1918
"Der in Altenhundem bestehende Imkerverein erstreckt sich auf einen überaus weiten Vereinsbezirk. Dazu hat sich während des Krieges die Mitgliederzahl derartig vermehrt, daß eine Teilung des Vereins eine unabweisbare Notwendigkeit wurde. In den Versammlungen des letzten Jahres wurde diese Angelegenheit mehrfach erörtert. In der Versammlung am ...... kam es endlich zu dem einstimmigen Beschluß, den Verein zu teilen und zwar derart, daß der im Hundemtal der Gemeinde Kirchhundem gelegene Teil mit den Gemeinden Oberhundem, Heinsberg und Kohlhagen den neuen Vereinsbezirk bilden sollten. Die in diesem Bezirk wohnenden Imker wurden demgemäß durch Bekanntmachung im Sauerländischen Volksblatt und in der Westdeutschen Volkszeitung für den 28. August 1918 nachm. 5 Uhr zu einer Gründungsversammlung nach Kirchhundem in das Lokal des Imkerkollegen Josef Erwes eingeladen. Es waren 19 Personen erschienen. Als Verhandlungsleiter wurde der Einberufer, Herr Postverwalter Schmelzer, gewählt. Nachdem Herr Schmelzer die Gründe, die für die Gründung eines Imkervereines in Kirchhundem sprachen, eingehend dargelegt hatte, unter denen der, daß die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder in kleineren Vereinen weit besser gewährleistet sei, nicht an letzter Stelle stand, wurde die Gründung des Vereins einstimmig beschloßen....."

1924
Mitgliederzahlen im April 1924:
- Attendorn: 25 Mitglieder
- Bilstein: 18 Mitglieder
- Elspe: 68 Mitglieder
- Oberhundem: 27 Mitglieder
- Olpe: 23 Mitglieder
- Welschen-Ennest: 33 Mitglieder

1926
Dem nebenstehenden Bericht ist zu entnehmen, dass der Kreisimkerverein Olpe Mitte der 1920er Jahre seine Tätigkeit vorübergehend eingestellt hatte. Grund war die damals anstehende Zuckerknappheit, welche dazu führte, dass die Ortsvereine bis auf einige wenige treue Imker zusammenschmolzen. Mit einer außerordentlichen Versammlung im Gasthof Wiethoff sollte dem ein Ende gesetzt werden und der Kreisimkerverein Olpe wieder ins Leben gerufen werden. Es wurden zwei Ausschüsse gebildet für eine Reorganisation des Kreisimkervereins. So heißt es am Ende des Berichtes: „Es wäre recht erfreulich, wenn unser Imkerkreisverein endlich einmal aus seinem Dornröschenschlaf erwachen und seine Tätigkeit nicht nur zum Nutzen des einzelnen Imkers, sondern an erster Stelle zum Wohle des Volkes recht rege entfalten würde.“ Imker von Rahrbach, Kruberg, Welschen-Ennest, Benolpe, Silberg und Varste trennten sich vom Imkerverein Altenhundem und bildeten den heutigen Imkerverein Welschen-Ennest. Das geht aus einem Schreiben des Imkers Hubert Löcker aus Benolpe hervor, der mit diesem Brief unter anderem seinen Eintritt in den Deutschen Imkerbund feststellen wollte.

Bemerkung hierzu:
Die im Schreiben angedeutete Abtrennung des Imkervereins Welschen-Ennest von dem Imkerverein Altenhundem im Jahre 1926 muss allerdings in Frage gestellt werden, denn nach den uns vorliegenden Unterlagen gab es 1924 schon einen Imkerverein Welschen-Ennest. Frühestens zu diesem Zeitpunkt, also 1924, könnte evtl. eine Trennung vollzogen worden sein.

Übersetzung, Brief Hubert Löcker vom 14.06.1965
Das Schreiben war an den Landesverband gerichtet. Hinterlegt ist es in der Akte des Imkervereins Welschen-Ennest

Benolpe, d. 14. Juni 1965
Werter Herr Vorsitzender!
Ich möchte einmal gerne wissen wie lange ich Mitglied des deutschen Imkerbundes bin. Ich nehme an, daß irgend eine Stelle die Unterlagen dafür hat. Meine ersten Bienen habe ich geschenkt bekommen als ich das letzte Jahr zur Volksschule ging im Jahr 1912. Wann ich Mitglied geworden bin weiß ich nicht. Ich kann mich nur erinnern, daß ich noch Mitglied des Imkervereins Altenhundem gewesen bin, als 1926 die Imker von Welschen Ennest, Rahrbach, Kruberg, Benolpe, Varste und Silberg von Altenhundem abgetrennt wurden und der neue Imkerverein Welschen Ennest gegründet wurde. Ich bin aber ohne Unterbrechung Mitglied gewesen. In unserem Verein ist mangels schriftlicher Unterlagen keine Nachprüfung möglich. Ich gehöre jetzt dem Imkerverein Welschen-Ennest, im K.I.V. Olpe als Kreisobmann für Honigfragen an, und bin Königinzüchter der Sklenarrasse auf Vereinsebene. (Weil ich im Umkreis von 5 km der einzige Imker bin.) Ich bewirtschafte durchweg zwischen 20-26 Völker. Ich wäre Ihnen im Voraus recht dankbar, wenn Sie sich die Mühe machen würden.....
Hubert Löcker
(5941) Benolpe, Krs. Olpe
über Altenhundem

1928
Im Zuge der Einführung eines einheitlichen Vereinsstempels wurde der Ortsverein Altenhundem genannt. Entstehung der Vogelschutzwarte und des Lehrbienenstandes Die Entstehung  und Entwicklung der Nordrhein-Westfälischen Vogelschutzwarte reicht bis in die zwanziger Jahre zurück. 1928 entschloss sich der Altmeister des praktischen deutschen Vogelschutzes,  Dr. Hans Freiherr von Berlepsch, seine „Staatlich anerkannte Versuchs- u. Musterstation für Vogelschutz“ von Seebach in Thüringen zu verlegen. Mit Ministerialdirektor Dr. Arnoldi vom preußischen Landwirtschaftsministerium – er war später Ehrenbürger von Altenhundem – kam er überein, die Vogelschutzwarte in Altenhundem neu aufzubauen. Nach Ankauf eines  geeigneten Geländes an einem sonnigen Hang im oberen Lennetal durch den Staat wurde mit den Anpflanzungen unter persönlicher Überwachung durch Freiherr von Berlepsch  begonnen.

1929
Der Westfälische Hauptverein für Bienenzucht verlieh Andreas Brüseken aus dem Imkerverein Altenhundem zu seinem mehr als 40-jährigen Jubiläum als Bienenzüchter eine Urkunde.

1930
In diesem Jahr wurde auf dem Gelände der Vogelschutzwarte Altenhundem ein Gärtnerhaus erbaut, in welchem seit dieser Zeit der Gärtner Karl Sery wohnte. Dieses Gebäude, teilweise  aus massiven Natursteinen erbaut, steht am unteren Teil des Geländes. Dank der tatkräftigen Initiative von Oberlandwirtschaftsrat Dr. Gasow, dem Begründer und langjährigen Leiter der  nordrheinwestfälischen Vogelschutzwarte, sowie der Fürsprachen des Bundespräsidenten Dr. h. c. Lübke und von Ministerialdirektor Dr. Dr. h. c. Arnoldi fanden später bauliche  Erweiterungen durch den Neubau eines Ausstellungsgebäudes statt, in welchem die verschiedenen Probleme des Vogelschutzes zur Darstellung gelangten und in verstärktem Maße  Lehrgänge abgehalten wurden. In diesem Ausstellungsgebäude führte der Imkerverein seinerzeit ebenfalls seine Lehrgänge und Versammlungen durch. Der staatliche Muster- u.  Lehrbienenstand wurde mit der Provinzial Imkertagung vom 5. - 6. September 1931 in der Sauerlandhalle zu Altenhundem eingeweiht. Die Vogelschutzstation Altenhundem, in der auch  ein Lehrbienenstand errichtet wurde, hatte zunächst einen ehrenamtlichen Leiter in Studienassessor Alfons Schirmer. Die Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 forderte jedoch eine hauptamtliche wissenschaftliche Leitung als Voraussetzung für die staatliche Anerkennung einer Vogelschutzwarte. Infolgedessen übernahm Dr. Gasow am 1. September 1936 nach Zusammenlegung der Vogelschutzstationen in Münster und Altenhundem diehauptamtliche wissenschaftliche Leitung der staatlich anerkannten „Vogelschutzwarte Altenhundem“. Der  Personalbestand der Staatlichen Vogelschutzwarte sah damals folgendermaßen aus: Nachdem Dr. Gasow am 8. Februar 1964 65 Jahre alt geworden und in den Ruhestand versetzt  worden war, übernahm Dr. Przygodda am 1. März 1964 die Leitung der Vogelschutzwarte.
Außer dem Leiter gab es:
- zwei wissenschaftliche Mitarbeiter (Frau Dr. Eber und Dr. Erz),
- eine landwirtschaftlich-technische Assistentin und einen technischen Mitarbeiter (H. Seibt),
- einen Bienenmeister und einen Gärtner in Altenhundem (Herr Sery, geb. am 17.12.1904 und später Herr Franz Voß,
- zwei Sekretärinnen und zwei Raumpflegerinnen.

Der Lehrbienenstand der Staatl. Vogelschutzwarte NRW unter Leitung des Imkermeisters Karl Sery blieb bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand am 31.12.1969 in Betrieb. Danach  wurde er nicht mehr als Bienenstand genutzt. Herrn Sery wurde auch eine weitere private Bienenhaltung in der Vogelschutzwarte von Seiten der Behörde untersagt.

1931
Der staatliche Muster- u. Lehrbienenstand wird feierlich eingeweiht. Nach den uns heute noch vorliegenden Unterlagen stellten sich die Vorbereitungen für diese Einweihungsfeier als sehr umfangreich dar und füllten mehrere Ordner mit Einladungen, Anträgen, Danksagungen, Abwicklungen an Messeständen und vielem mehr. Welche öffentliche Bedeutung man der  Einweihung beimaß, zeigte sich auch darin, dass der Westdeutsche Rundfunk zugegen war und in einer Außenübertragung über das Ereignis berichtete. Damit die Eröffnungsfeier auch  einen würdigeren Rahmen bekam, hatte man einen Ehrenausschuss gebildet, der mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft sowie von angesehenen Bürgern unserer Heimat besetzt  wurde.

1931
Zu unserem Erstaunen erhielten die Organisatoren des Festes von den vielen angeschriebenen Eingeladenen auch verhältnismäßig viele Absagen. Zum Leidwesen der Veranstalter  brachte eine durchgeführte Verlosung, welche auch gleichzeitig als Eintritt galt, nicht den erwarteten Erfolg. Von 6000 Losen konnten ca. 1600 nicht „an den Mann“ gebracht werden. Das führte zu einem finanziellen Defizit von 800,- Reichsmark. Mit ca. 13.000 Besuchern konnte diese Tagung allerdings als ein großer Erfolg gewertet werden.

1931
Eine bienenwirtschaftliche Ausstellung, bei der auch eine Honigbewertung stattgefunden hat, fand gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des staatlichen Lehrbienenstandes statt. Diese Veranstaltung führte der Kreisimkerverein Olpe durch, deren Vorsitzender Herr Konrektor Holke aus Altenhundem war.

1931
Eine Ehrenpreisverleihung an Schneidermeister Herrn Josef Kramer aus Kickenbach hatte folgenden Wortlaut: Dem Schneidermeister Herrn Josef Kramer in Kickenbach wurde  gelegentlich der bienenwirtschaftlichen Ausstellung am 5.-7. Sept. 1931 in Altenhundem eine bronzene Staatspreismünze in der Gruppe „Honig“ zuerkannt. Vom 5. – 6. September fand  die Herbsttagung des Westfälischen Hauptvereins für Bienenzucht in der Schützenhalle in Altenhundem statt. Für die Besucher aus nah und fern wurde Altenhundem in den Mittelpunkt  gestellt und festlich geschmückt, wie hier auf einem Foto des Hauses Matzhäuser (heute Optik- und Juweliergeschäft Stipp).

1931
Am 10.10.1931 fand der erste Lehrgang mit dem Thema „Rationelle Wachsgewinnung“, gehalten von Landwirtschaftskammerrat Dr. Franz Becker, dem damaligen Leiter der Versuchs- und Lehranstalt in Münster, statt. An diesem Lehrgang nahmen bereits 22 Teilnehmer teil, unter anderem aus Altenhundem, Oberhundem, Kirchhundem, Dörnscheid, Kreuztal,  Hilchenbach, Fleckenberg, Sennelager, Hofolpe usw.

1932
Schulungen der Imker, durchgeführt von Herrn Dozent Dr. Becker Heinsberg gründete einen eigenen Imkerverein. Bericht aus der Westfälischen Bienenzeitung, Beilage für Westfalen. „Die Imker des Ortes hatten sich am 22. Mai 1932, im „Sellmannschen Saale“ restlos eingefunden, um sich von dem vollzählig erschienenen Vorstand des Kreisimkervereines über Zweck und Ziel der Vereinigung der Imker unterrichten zu lassen. Die Tagung, bei der auch angehende Imker und Freunde der Bienenzucht zugegen waren, war um so bedeutsamer, als Landwirtschaftskammerrat Dr. Becker, Vorsteher der Versuchs- u. Lehranstalt für Bienenzucht in Münster, die Teilnehmer mit seinem Erscheinen beehrte und mit einem einstündigen Vortrag: „Warum bin ich Imker?“ wahre Begeisterung für die edle Bienenzucht, dem wichtigen Nebenzweig der Landwirtschaft, zu entfachen wußte. Der Redner stellte drei Punkte bei der Beantwortung seiner Frage in den Vordergrund:
1. Die Imkerei ist nutzbringend für die Allgemeinheit.
2. Bei rentabler Betriebsweise wirft sie einen nennenswerten Verdienst ab.
3. Sie weckt Liebe zur Natur und bereitet dem Imker manche Stunde der Erholung.

Der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Ortsvorsteher Starke, Theten, sprach als zweiter Redner über die Gründe eines Zusammenschlußes der Imker. Wenn auch dankend anerkannt sei, daß der Staat für die Hebung der Bienenzucht uns den Muster- und Lehrbienenstand in Altenhundem zur Verfügung gestellt hat, so wird es (auch in den besten Zeiten) einem großen Teil der Imker nicht möglich sein, persönlich an den Lehrgängen teilzunehmen, dafür aber werden die Teilnehmer gern ihren Imkerkollegen in Versammlungen und bei Standschauen  belehrend und helfend zur Seite stehen.

Mit dem Hinweis auf die vielerlei wirtschaftlichen Vorteile schloß der Geschäftsführer seine Darlegungen, die vom 1. Vorsitzenden noch vertieft und ergänzt wurden. In einer kurzen Aussprache kam der einmütige Wille für die Gründung eines Ortsvereins zum Ausdruck. Sämtliche 21 anwesenden Imker erklärten ihren Beitritt und wählten zum Vorsitzenden Landwirt Martin Schädler, zum Schriftführer Landwirt Norbert Schwermer jun. und zum Kassierer Bäckermeister Menneckes. Im Schlußwort sprach der Vorsitzende, Konrektor Holke, seinen Dank aus für die aufmerksame Teilnahme, beglückwünschte den neuen Verein und ermahnte die Mitglieder, treue Gefolgschaft dem Vorstand zu leisten. Eine sich anschließende Standschau bei Bäckermeister Menneckes löste bei Dr. Becker großes Interesse für unsere heimische Korbbienenzucht aus, die sich wesentlich von der Korbbienenzucht in anderen Orten unseres Kreises, besonders aber auch von der des Münsterlandes, unterscheidet. Wie lange der Imkerverein Heinsberg Bestand hatte, können wir nicht mit Sicherheit nachempfinden. Wir gehen  davon aus, dass sich der Verein 1934 aufgelöst hat, denn zu diesem Zeitpunkt waren die Imker Menneckes, Schädler und Poggel dem Imkerverein Altenhundem beigetreten.“ 1932 fanden intensive Lehrgänge im Lehrbienenstand statt. Den Imkern wurde damit eine optimale Grundlage für eine erfolgreiche Bienenzucht erteilt. In der nachstehenden Anzeige wurden 5 Lehrgänge für das Jahr 1932 angeboten.

1932
Lehrgänge
Der 1. Lehrgang dauerte bereits 3 Tage und fand vom 17. – 19. März 1932 mit dem Thema „Grundlegende Forderungen zur Durchführung einer erfolgreichen Bienenzucht“ statt. Hieran nahmen 75 Imker teil. Sie kamen nicht nur aus dem Hundem- oder Lennegebiet, sondern auch z. B. aus Littfeld, Hagen-Haspe, Möllmicke, Klafeld, Grafschaft, Holthausen, Schmallenberg, Attendorn, Soest, Latrop, Kückelheim sowie Heiligenborn und anderen Orten. In dieser ganzen Zeit, bis in das Jahr 1939, wurden die Lehrgänge vom Landwirtschaftskammerrat Dr. Franz  Becker mindestens einmal jährlich jeweils mit verschiedenen Themen abgehalten.

Im gleichem Jahr, vom 17. bis 19. September 1932, fand eine bienenwirtschaftliche Ausstellung in Altenhundem statt, bei der Heinrich Wittemund aus Altenhundem von dem Westf.  Hauptverein für Bienenzucht aus Münster diese Urkunde überreicht bekam.

1933
Einen interessanten Bericht aus der „Westfälischen Bienenzeitung - Beilage für Westfalen“ aus dem Jahr 1933 möchten wir dem Leser nicht vorenthalten. Wer heutzutage noch die  Meinung vertritt, dass damals das Sauerland so gut wie keine Heideflächen aufweisen konnte, wird staunen und durch den nachfolgenden Bericht eines Besseren belehrt: Einiges über  die Heidetracht im Sauerland. Das Sauerland zählt keineswegs zu den von der Natur begünstigten Gegenden unseres Vaterlandes. Die Höhenlage, mit einer außerordentlich hohen Niederschlagsmenge, übt einen ungünstigen Einfluss auf die Vegetationszeit aus. Man geht wohl nicht fehl, wenn man das Sauerland auch innerhalb der Provinz Westfalen als den  regenreichsten Teil derselben bezeichnet. So wird es begreiflich erscheinen, dass die dortigen Imker mit ihren Honigerträgen nicht mit ihren Genossen manch anderer Gebiete in  Wettbewerb zu treten vermögen. Freilich legt die Blütenflora des Sommers eine reiche Mannigfaltigkeit an den Tag. In Wiese, Feld und Wald wechseln die Blüten vom Frühling an in  bunter Reihenfolge miteinander ab, so dass eine völlige Missernte wohl selten eintritt. Den Abschluss der Trachtzeit bildet stets die Heide. Ein wundervoller Anblick, wenn im Strahl der  Augustsonne Hügel und Berge vom Blütenzauber der Heide leuchten. Entzückt betrachtet das Auge des Wanderers die Schönheit des rosaroten Blütenmeeres. Für den Imker liegt  allerdings die Bedeutung der blühenden Heide in dem materiellen Nutzen, den sie ihm bringt. Gerade die Heide legt das letzte Quantum in die Waagschale. Je nach Ausfall dieser Ernte  vermag das Bienenjahr gut, mittelmäßig oder gar ungünstig zu werden. Zu den Zeiten unserer Großväter war allerdings der Erfolg aus der Heide weit größer als heute. Dementsprechend  war natürlich auch die Betriebsweise eingestellt. Im Sommer galt es, den Schwarmtrieb auszunutzen und die gefallenen Schwärme als selbstständige Völker  aufzustellen. Diese Methode machte bei der Korbbienenzucht keine Schwierigkeiten. Hatte man vor Beginn der Heideblüte die Zahl der Völker auf eine beträchtliche Höhe gebracht, so  konnte die Tracht beginnen, und sie versprach unter günstigen Verhältnissen reichen Gewinn. Der 15. August galt als Merktag für den Ausfall der Heide. An diesem Tage war die  sogenannte Krautweihe. War an diesem Tage das Wetter schön, so stand eine gute Ernte in Aussicht. Regnete es an diesem Tage, so waren alle Hoffnungen dahin. Nur zu gut weiß ich  aus eigener Erfahrung, dass solche Grundsätze vom Aberglauben herrühren. Wie reich aber die Erträge aus der Heide dazumal auch im Sauerlande waren, das mag aus folgender zuverlässig überlieferter Tatsache hervorgehen: „Ziemlich regnerisch war der Sommer gewesen. Kaum hatten die Bienen für ihren eigenen Lebensunterhalt Nahrung eintragen können.  Der Sommer ging nun allmählich zur Neige. Als einzige Tracht war nur noch die Heide zu erwarten. Versagte auch die, dann bedeutete das den Untergang ganzer Stände. Ratlos stand  der Imker vor seinen 20 Völkern. In letzter Zeit hatte er schon öfter seine Honigvorräte vom Vorjahr angefasst und seinen Bienen nach üblicher Weise Futter auf einer Glasscherbe  verabreicht, die er mit Honig bestrich und unter den Korb schob. Bald war der Honigvorrat zu Ende und die lieben Bienen in kurzer Zeit dem Hungertode geweiht. Endlich trat um den 15.  August eine Verbesserung der Wetterlage ein; die Bienen waren aller Not enthoben und konnten den süßen Nektar aus der duftenden Heide einheimsen. Aber nicht nur die Bienen fanden reichlich Nahrung, sondern auch für den Bienenvater blieb noch ein gutes Stück übrig. Die Bienen konnten den Honigsegen kaum bergen. Dreimal durfte der Imker den gefüllten Untersatzkasten wegnehmen. Eins von den 20 Völkern hatte den stattlichen Ertrag von 96 Pfund Scheibenhonig eingetragen, dazu noch das eigene Winterfutter, mit dem es überreichlich versorgt war.“ So etwas war damals im Sauerland möglich. Und heute? Wir Imker der Neuzeit glauben, von Fabeln zu hören, dennoch ist es einmal Tatsache gewesen.  Rühmen wir uns heute der Fortschritte, so ist hier nur noch von Rückgang zu reden. Oder wann sind in den letzten Jahren im Sauerlande ähnliche Erträge aus der Heide erzielt worden? Worin liegt aber der Rückgang begründet? Wenn auch zugegeben werden muss, dass bei forstmäßiger Behandlung der Waldungen des Sauerlandes das Heidekraut als ein verpöntes Unkraut mehr und  mehr verdrängt wird, so gibt es auch heute noch Stellen, wo es sich eines ungestörten Wuchses erfreut. Der eigentliche Grund für den Rückgang der Erträge ist in der Umstellung der  Wirtschaftsweise der Landwirte zu suchen. Den viehstarken Betrieben des Sauerlandes ermangelt es meist an der Einstreu, weil das erzeugte Stroh aus der eigenen Wirtschaft nicht  ausreicht. Früher suchte man diesen Mangel meistens durch Hinzunahme von Waldstreu auszugleichen. Zu diesem Zweck wurde alljährlich von einer mit Moos und Heide bestandenen  Fläche die oberste Schicht abgehackt und zum Einstreu getrocknet. In den folgenden Jahren entsprossen an diesen Stellen junge, vollblühende Triebe Heidekraut, die bedeutend mehr honigten als die alten, dürren Stengel. Heute verwenden die Landwirte anstelleder Heidestreu fast ausschließlich zugekauftes Stroh. Wenn es auch für die Waldungen günstiger ist, wenn  ihnen die Heidestreu erhalten bleibt, und auch dem Ackerboden der Strohmist zuträglicher sein soll, so wirkt sich das natürlich auf der anderen Seite für die Bienenzucht zum Nachteil  aus.

1933
Ein Streitfall zwischen Frl. Hennemann als Klägerin und Imker Höbelheinrich, beideaus Bilstein, bewegte die Gemüter. Wie so oft, ging es auch hier nur um eine Kleinigkeit, und zwar um  einen Bienenstich und um eine Rechnung über einen Betrag von 8,80 Mark für eine Arztbehandlung an Frl. Hennemann, die der Imker Höbelheinrich allerdings nicht willens war zu  zahlen. So wurde versucht, das Problem über Rechtsanwälte zu lösen. Die Anwälte Hermes und Dingerkus aus Grevenbrück nahmen sich der Sache an, und zwar derart, dass sich der  Schriftwechsel zu einer doch nicht unerheblich gefüllten Akte entwickelte. Eine gerichtliche Beantragung der Klägerin auf Armenrecht wurde später aus nichtigen Gründen abgelehnt, was  dazu führte, dass der Streit aus Kostengründen nicht mehr bezahlbar war und eingestellt werden musste.

1934
Wie sich die Nationalsozialisten bemühten, auf das Imkerwesen im Sauerland Einfluss zu nehmen, zeigt das folgende Schreiben vom 26. Juli 1934:

Der Brief hatte folgenden Wortlaut:
Herrn Studienassessor Hilgenheger Olpe
Sehr geehrter Herr Studienassessor!
Wir danken Ihnen verbindlichst für den uns eingesandten Bericht über die Imkerversammlung und möchten Sie bei dieser Gelegenheit bitten, uns laufend über die Fragen der Imkerei sowohl in Ihrer Ortsgruppe als auch im Kreisgebiet zu berichten, da wir beabsichtigen, der Imkerei des Sauerlandes mit Rücksicht auf ihre große volkswirtschaftliche Bedeutung einen größeren Raum als bisher in unserer Gauzeitung einzuräumen. Heil Hitler
Presseabteilung der Kreiszeitung

1934
Der Deutsche Imkerbund gehörte nun zur Reichsfachgruppe Imker und war in Zukunft die einzig anerkannte Organisation der deutschen Bienenzucht. In dieser Zeit gab es schon das  Deutsche Einheitsglas mit Gewährstreifen und fortlaufender Überwachungsnummer. Ausschnitt aus dem Attendorner Volksblatt Nr. 86 vom 19.07.1934: Dieses Bild mit Werbung „Echter  Deutscher Honig“ auf Pergament-Butterbrotpapier gab es schon im Jahr 1928. Mit einigen wenigen Textänderungen, so wie hier: „Deutscher Honig muss es sein, Honig von der Reichsgruppe Imker e.V.“ galt es in dieser Zeit immer noch als sehr begehrtes Einpackpapier.

1934
„Die Selbstversorgung Deutschlands mit Honig und Wachs“ als „vaterländische Pflicht“ – ein Bericht aus der Zeitung „Westf.- Rheinischer Verein für Bienenzucht“.

1934
Der Imkerverein Wenden tagte am Lehrbienenstand der Vogelschutzwarte in Altenhundem.

Protokoll vom 5. Aug. 1934
Bei herrlichem Wetter fand heute die gemeinsame Fahrt zum Lehrbienenstand in Altenhundem statt. Zu 24 Personen trafen wir mit einem Omnibus gegen ½ 3 Uhr in Altenhundem ein. Der Bienenmeister führte uns durch das Gelände der staatl.  Vogelwarte, wo alle erdenklichen Bienennährpflanzen zu sehen sind. Anschließend wurde das Innere des Lehrbienenstandes besichtigt. Wir trafen uns dann mit den Mitgliedern der Ortsgruppe Altenhundem zu einer gemeinsamen Tagung in der Wirtschaft Wiethoff. Der Bienenmeister Herr Serry hielt einen interessanten Vortrag über Bienenweide und ihre  Verbesserung. Um 6 Uhr traten wir mit froher Stimmung die Heimreise an und kamen gegen 10 Uhr wohlbehalten und teilweise sehr zufrieden zu Hause an. Elbach Luhr


In der damaligen Zeit wurden in Abständen von einem Jahr die Bienenstände der Imker besucht und von so genannten Bienenbeschauern bewertet. Bewertet wurden, wie nebenstehendes Bild darlegt, die Anlage des Standes, Ordnung und Sauberkeit, Beschaffenheit der Bienenstöcke sowie die Volksstärke und als letztes Betriebsweise, Planung und  Buchführung. Die nebenstehende Bewertungskarte stammt von 1934 und betrifft den Imker Paul Höbelheinrich, der nach Auflösung des Ortsvereines Bilstein / Kirchveischede zum  Imkerverein Altenhundem wechselte.

1934
Auf der „Hohen Bracht“ hatten die Besucher des Aussichtsturms zusätzlich die Möglichkeit, an einer Ausstellung über Bienen teilzunehmen. An einem Bienenschaukasten, aufgestellt von  der Lehr- und Versuchsanstalt in Münster, konnten sich die Besucher einen Eindruck von dem Leben der Bienen verschaffen. Zu Erklärungen stand Landwirtschaftskammerrat Dr. Becker zur Verfügung, der den Schaukasten an einer Fensternische des „Westfalenzimmers“ angeordnet hatte. Zweck war es, hiermit Freunde für die Bienenzucht zu gewinnen.

1935
Im Kreis Arnsberg wurde die bösartige Faulbrut festgestellt. Diese Seuche unterliegt bis heute einer behördlichen Anzeigepflicht. Darum werden auf Ersuchen der Lehr- und  Versuchsanstalt für Bienenzucht Informationslehrgänge anberaumt, um den Imkern Verhaltensregeln sowie Verhütungsund Bekämpfungsmaßnahmen darzulegen. Im Februar 1935 fand  sich in Altenhundem eine stattliche Zahl von 64 Imkern zu einem entsprechenden Lehrgang ein. Lehrer Voß aus Listernohl begrüßte die Anwesenden, die aus den Landkreisen  Meschede, Iserlohn, Arnsberg, Olpe und aus dem Siegerland der Einladung in den Schützenhof Max Cordes in Altenhundem gefolgt waren. Dr. Becker von der Lehr- und Versuchsanstalt Münster leitete den Lehrgang. Er war den Altenhundemer Imkern durch seine jahrelang durchgeführten Lehrgänge am Lehrbienenstand in Altenhundem schon bestens bekannt.

1935
Tagung der Imker des Kreises Olpe. Bericht aus dem Attendorner Volksblatt Nr. 39 vom 30. März 1935
Der Verein zählte in diesem Jahr 47 Mitglieder, die aus Altenhundem, aber auch aus Kirchhundem, Bettinghof, Saalhausen, Hilmeke/Lenne, Meggen, Hofolpe, Heinsberg, Herrntrop und  Kickenbach kamen.

1936
Auf der bienenwirtschaftlichen Ausstellung in Essen erhielt der Lehrbienenstand der Vogelwarte einen 1. Preis für hervorragende Leistungen von der Reichsfachgruppe Imker.

Drei, bei der Eisenbahn bedienstete, Imker - Albert Kramer, Anton Heimes und Otto Stahl – hatten sich zusammengefunden, um gemeinsam aus zwei ausgedienten Güterwaggons auf dem Bahnbetriebsgelände in Altenhundem einen Bienenstand zu errichten. 1 ½ Waggons dienten der Bienenunterkunft, der Rest (½ Waggon) wurde als Schleuderraum genutzt. 

1942 - 1947
In den Jahren von 1942-1947 fanden wegen des Zweiten Weltkrieges keine Lehrgänge statt.

1945
Herr Paul Holke war nach dem Zweiten Weltkrieg Konrektor der Volksschule in Theten bei Grevenbrück und wurde seit 1945 im Imkerverein Elspe als Mitglied geführt, obschon er keine  Bienen mehr pflegte. Vorher, von 1921 bis ca. 1930, bekleidete er das Amt des 1. Vorsitzenden im Imkerverein Altenhundem. Hier wohnte er bis 1934. Darüber hinaus leitete er bis 1934  auch den Kreisimkerverein Olpe, bis er dann auf eigenen Wunsch (laut Stadtarchiv Arnsberg) seinen Wohnsitz wechselte und nach Herne ins Ruhrgebiet verzog. Nach Aussagen seiner  Angehörigen wurde allerdings H. Holke strafversetzt, da er nicht gewillt war, den Nationalsozialismus mitzutragen.

1946
Nach dem Untergang des „Dritten Reiches“ gab es für den Imkerverein wieder einige Änderungen. Alles, was in irgendeiner Art mit dem vergangenen Nazi–Regime in Zusammenhang  gebracht werden konnte, wurde geändert oder umbenannt. Davon war unter vielen anderen auch unser Imkerverein betroffen. Er bezeichnete sich in der Hitlerzeit mit dem Namen  „Ortsfachgruppe Imker“. Am 05.05.1946 wurde eine öffentliche Versammlung anberaumt, in der der Verein in “Imkerverein Altenhundem“ umbenannt und der komplette Vorstand neu  gewählt wurde.

Es wurden gewählt:
Vereinsvorsitzender August Hennecke
Beitrittskarte Paul Holke aus dem Jahre 1945
1. Vorsitzender: Hennecke, August
Stellvertreter: Bergmoser, Josef
1. Beisitzer: Cordes, Hugo
2. Beisitzer / Kass.: Färber, Lambert
3. Beisitzer: Sery, Karl

Imkerverein in Altenhundem
Der vom Landesverband westfälischer und lippischer Imker ausgearbeitete Satzungsentwurf vom 4.1.1947 ist vom Imkerverein Altenhundem in der ordnungsgemäß stattgefundenen  Mitgliederversammlung vom 1. Nov. 47 angenommen / abgelehnt worden. Wir bitten unsere Vereinssatzung der Militärregierung zur Genehmigung vorzulegen.
Altenhundem, den 9.11.47

1947
Der Imkerverein Meggen bildete sich am 01.04.1948 aus dem Imkerverein Elspe. Ähnlich verhielt es sich mit dem Imkerverein Helden, der sich aus dem Imkerverein Attendorn bildete.  (Siehe Schreiben des Landesverbandes westfälischer und lippischer Imker vom 3. Juli 1947) Hier eine Rückantwort vom Landesverband westfälischer und lippischer Imker auf Anfrage  des Imkervereins Elspe bezüglich einer Vereinsteilung, in der es heißt: „Wenn die örtlichen Umstände es notwendig erscheinen lassen und die Mitglieder die Teilung des Vereins beschließen, so wird von hier nichts eingewendet.“ Am 26. und 27.04.1947 veranstaltete der Landesverband im Hotel Hoffmann, Altenhundem, einen Seuchenkursus für Imker.

1948
Die Fa. Koch & Mann, Siegen, zahlte 3,30 DM/kg Honig, laut Schreiben vom 25.08.1948 und nicht, wie vom Kreisimkerverein Olpe gewünscht 4,00 DM. Die Fa. Holtrup, Münster,  berechnete am 28.07.1948 je kg Mittelwände DM 5,40. In einem Schreiben vom Landesimkerverband vom 07.01.1948 wird eine Aufnahme der neuen Vereine (dem Imkerverein Meggen  und Imkerverein Helden) abgelehnt. Die Mitgliederzahlen seien zu niedrig. Es sollten mindestens 20 Personen vorhanden sein. Es wird befürchtet, dass derartige „Zwergvereine“ wie hier  mit 16 bzw. 17 Personen nicht überlebensfähig sind. Vom 29. – 30. Mai 1948 fand kurz vor der Währungsreform (20.06.1948) nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals wieder ein  Königinnenkursus unter der Leitung von Herrn Schulze–Everding mit 15 Teilnehmern statt.

1949
Im Schreiben des Landesverbandes vom 29.01.1949 wurde mitgeteilt, dass bis dato aus der Versicherungskasse die folgenden Entschädigungen pro Volk gezahlt wurden:
- 15,- DM für eine Beute
- 15,- DM für Bienen
- 15,- DM für die volle Ernte
(maximal 45,- DM)

Der Imkerverein Kraghammer teilt mit Datum vom 11.01.1949 dem Kreis-Imkerverein mit: „Die Aufbereitung unseres Altwachses, sowie das Gießen von Mittelwänden geschieht in der  Aufbereitungsstelle des Imkers August Hennecke des Imkervereins Altenhundem. Wir bitten, den uns zustehenden Spiritus mitzuliefern.“

1951
Mit Schreiben vom 03.03.1951 an den Landesverband wird angezeigt, dass eine neue Belegstelle errichtet und von Lehrer Steinhorst aus Würdinghausen, Imker der Baumschule  Schulte–Wrede in Rinsecke, geführt wird. Die Eröffnung erfolgte am 06.06.1951. Ein entsprechender Vertrag hierüber wurde zwischen Schulte–Wrede und dem Kreisimkerverein Olpe mit Datum vom 01.01.1951 abgeschlossen. Diese neu errichtete Belegstelle „Rüsper Wald“ gehörte dem Kreis-imkerverein Olpe und war von der Kreisverwaltung Olpe schriftlich anerkannt.  (Schreiben vom 15.04.1951 an den Landesverband). In einem späteren Schreiben der Landwirtschaftskammer Münster vom 19.06.1958 ist von einer Belegstelle „Hahnenhäuschen“ und dem Imker Steinhorst aus Würdinghausen aus dem Imkerverein Kirchhundem die Rede. Desweiteren berichtete die Landwirtschaftskammer Münster im Febr. 1958 von einem Ausbau  bzw. einer Umlegung der Belegstelle des Kreises Olpe vom „Rüsper Wald“ zum „Hahnenhäuschen“, die von dem Belegstellenleiter Steinhorst beantragt wurde. Der Standort  „Hahnenhäuschen“ lag ca. 2 km nordöstlich der Belegstelle „Rüsperwald“, dicht an der Straße nach Berleburg und in unmittelbarer Nähe des Rhein-Weser-Turmes. Belegstelle   Hahnenhäuschen des Kreis- Imkervereins Olpe auf dem Kamm des Rothaargebirges, 700 m hoch, am Rhein-Weser-Turm gelegen.

1952
Am 24.07.1952 fand in Altenhundem eine Kreistierschau statt. Sechs Bienenvölker der Rassen Carnica–Peschetz, Carnica–Troiseck und Nigra kamen zur Aufstellung. Betreut wurden sie von der Baumschule Schulte–Wrede durch Belegstellenleiter Horst Steinhorst.

1953
Der Imkerkollege Karl Sery wird mit Schreiben vom 12.01.1953 vom Landkreis Olpeals Seuchensachverständiger bestätigt.

1954
Es war ein „Schwarzes Jahr“ für einige unserer Imker im Verein, denn in Saalhausen bei unserem Imkerkollegen Herrn Kroha war die Milbenseuche, eine ansteckende und anzeigepflichtige Krankheit, festgestellt worden. So schreibt die Lehr- und Versuchsanstalt Münster in einem Schreiben an den Kreisimkerverein Olpe, dass im Umkreis von 10 km um den milbenverseuchten Stand alle Bienenstände – selbst die bei nichtorganisierten Imkern – erfasst und einer Überprüfung unterzogen werden sollten. In einem anderen Schreiben vom  15.06.1954 heißt es weiter, dass alle diese Bienenvölker auf Anordnung des Veterinäramtes H. Dr. Grewe auf Milben zu untersuchen sind. Herr Karl Sery, damaliger Sachverständiger des Imkervereins Altenhundem, wurde aufgefordert, Untersuchungen bei den Imkern durchzuführen. Diese Untersuchungen ergaben, dass außer an dem verseuchten Stand keine weiteren  Krankheiten aufgetreten waren. In einem späteren Schreiben von H. Sery an den Veterinär wurde dann bescheinigt, dass man die befallenen Völker des verseuchten Standes des Herrn  Kroha aus Saalhausen durch Abschwefelung abgetötet hatte. Damals ging man davon aus, dass diese Krankheit durch Ankauf von Königinnen oder Bienenvölkern in das Gebiet von  Saalhausen eingeschleppt worden war. Es gab Probleme mit Bezugsscheinen für steuerfreien Zucker. Den Imkern wurde die Auslieferung verwehrt, da die Bezuschussungsfrist für Zucker abgelaufen war.

Nach vielem Hin und Her gelang es dem Imkerverband doch noch, die in Umlauf befindlichen Bezugsscheine des Zollamtes Hagen zuzulassen. Der Zuckerbedarf der Imker war schon enorm. So wurden allein im Jahr 1954 für die hiesigen Imkervereine eingelöst:
- Imkerverein Olpe: 24 Zuckerscheine für insgesamt 2,740 t Zucker,
- Fa. Kaiser & Kellermann in Welschen-Ennest: 75 Zuckerscheine für insgesamt 10,635 t.

1955
Der Imkerverein Attendorn beabsichtigte, aus dem Verband der Imker auszutreten. Der Landesverband verlangte von den Imkern, dass mit einer Mitgliedschaft auch die Zeitung des  Verbandes abonniert werden sollte. Die Attendorner Imker stellten sich strikt dagegen. Der weitere Ausgang des Meinungsstreites ist uns leider nicht bekannt.

1955
Die Milbenseuche in unserer Gegend war noch immer ein Thema. Die Völker wurden diesbezüglich regelmäßig überprüft. Darüber hinaus stellte die Darmkrankheit „Nosema“ die Imker  vor große Probleme.

1957
Die Westf. Bienenzeitung (WBZ) berichtete, dass die Belegstelle „Rüsper Wald“ am 20. Juni eröffnet wurde. Aufgrund der anzeigepflichtigen Milbenseuche wurde Saalhausen zum Sperrgebiet erklärt.

1958
Der Imkerverein Altenhundem zählte 36 Imker. Der Landesverband bestätigte mit Schreiben vom 20.11.1958 dem Imkerverein Oberhundem die Auflösung des Vereins zum 31.12.1958. In diesem Schreiben wurde den Imkern von Oberhundem empfohlen, sich dem Imkerverein Kirchhundem anzuschließen. In der Novemberausgabe der Westfälischen Bienenzeitung wurde der Sperrbezirk Saalhausen mit Datum vom 25.09.1958 wieder aufgehoben.

1959
Am 20.06. wurde in Heinsberg ein Stäubeschaden gemeldet. Nach Überprüfung des Seuchenwartes Karl Sery stellte sich der Schaden als positiv heraus und musste behandelt werden.  Mit einem neu entwickelten Begasungsschrank von dem Imkerkollegen Herrn Lehrer Steinhorst aus Würdinghausen wurden alle Waben mit dem Medikament „Macktoxin“ behandelt, um  dieser Krankheit Herr zu werden.

1959
Bei dem Imker Josef Lehrig aus Saalhausen war ebenfalls ein Stäubeschaden aufgetreten. So heißt es in einem Brief vom 20.06.1959:
„Wir erhielten nun gestern von der Bundesforschungsanstalt in Celle die Mitteilung, daß es sich bei Ihrem Schadensfall um einen Stäubeschaden handelt. Bitte senden Sie uns das Original des Untersuchungsbefundes noch zu. Wir benötigen es für die Versicherung.“

1960
Der Imkerverein Altenhundem bot seinen Mitgliedern kostengünstig einen Wachsschmelz- und Umarbeitungsservice an. Gerätschaften stellte der Imkerverein zur Verfügung.

1961
Der Jahresbericht vvomvom07.03.1961 wies aus, dass die folgenden Vorstandsmitglieder gewählt wurden:

1. Vorsitzender: Lehrig, Josef
2. Vorsitzender: Hennecke, August
1. Beisitzer und Schriftführer : Sery, Karl
2. Beisitzer und Kassierer: Tripp, Hermann

Im Winter 1960/1961 verloren die Imker durch die Darmkrankheit Nosema viele Bienenvölker. Allein die Imker des Imkervereins Altenhundem meldeten einen Verlust von 94 Völkern an.  Auf Kreisebene verloren die Imker nach Angabe des Kreis-Imkervereins Olpe 785 Völker. Überhaupt galt in der Mitte der 50-er Jahre diese Seuche als eine der schlimmsten Krankheiten.  Sie trat in dieser Zeit sehr massiv auf. Viele Imker verloren sogar ihre kompletten Bienenbestände. Als Entschädigung für Verluste wurde den organisierten Imkern nur ein kleiner Anteil  Geld aus der Seuchenkasse erstattet.

1962
In Lüdenscheid tagte eine Ausstellung des Landesimkerverbandes, bei der unser Imkerverein Altenhundem 20 Stück Honiggläser von je ½ kg bereitstellte.

1965
Der Imkerkollege Karl Klünker berichtete damals des Öfteren in den Bienenfachzeitschriften wie „Bienenmütterchen“ oder wie hier in der „Westfälischen Bienenzeitung“ aus dem Jahre  1965. So bekam Karl Klünker für seine erbrachten Leistungen einmal jährlich eine Königin geschenkt.

1968
Am 01.05.1968 schrieb der 1. Vorsitzende H. Lehrig an den Landesverband und protestierte in diesem Schreiben massiv gegen die Lieferung von vergälltem Zucker, den die Imker  geliefert bekamen.

1969
Die kommunale Neugliederung trat am 01.07.1969 in Kraft. Die Stadt Lennestadt wurde gegründet. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörte Altenhundem zum Amt Kirchhundem.

1970
Der Landesverbandsvorsitzende H. Jaster schrieb an den Imkerverein Altenhundem, dass ein zinsloses Darlehen für die Durchführung einer Leistungsprüfung in Höhe von DM 40,- aus  dem Jahr 1951 noch nicht zurückgezahlt worden sei und forderte den Imkerverein Altenhundem (nach fast 20 Jahren) auf, diesen Betrag zurückzuzahlen.

1971
Der Imkerverein Schönholthausen, zum Kreis-Imkerverein Meschede gehörend, löste sich auf. 3 Mitglieder wechselten zum Imkerverein Altenhundem:

- Theodor Biermann aus Brenschede
- Burkhard Gödde aus Oedingen
- Johann Stratmann aus Oedingen

1972
Der Imkerverein Altenhundem ehrte seine Mitglieder für 15-, 25- und 40-jährige Vereinszugehörigkeit.

Es erhielten die Goldene Ehrennadel (40 Jahre):
- Karl Sery (03),
- Hubert Löcker (02),
- Johann Stratmann (01),

Die silberne Ehrennadel (25 Jahre):
- Burkhard Gödde (09),
- Karl Hamers (14),
- Klemens Kleinsorge (13),
- Josef Lehrig (06),

Die bronzene Ehrennadel (15 Jahre):
- Anton Mees (05),
- Gottfried Sonntag (04),
- Josef Nitsch (16),
- Josef Schauerte (10),
- Karl Klünker (07),
- Theodor Biermann (15),
- Paul Höbelheinrich (11)

1973
Der Imkerverein Altenhundem bekam einen neuen Vereinsstempel.

1974
Der Imkerverein Kirchhundem zählte nur noch 9 Mitglieder. Eine Auflösung des Vereins war vorauszusehen. Seine Auflösung erfolgte zum 31.12.1976 beim Landesverband. Die restlichen Mitglieder wechselten zum Imkerverein Altenhundem bzw. Welschen-Ennest.

1975
Für die Anschaffung von Königinnen erhielt der Imkerverein Altenhundem am 26. April 1200,- DM vom Kreisimkerverein Olpe. Von 1975 bis 2001 veranstaltete der Imkerverein  Altenhundem fast jährlich Lehrfahrten. So wurden neben Imkereien oder Bieneninstituten auch Landes- und Bundesgartenschauen sowie eine Glockengießerei besichtigt. Bei den Lehrfahrten in die Lüneburger Heide und in den Schwarzwald dauerten die Reisen jeweils sogar 2 Tage. Bei diesen mehrtägigen Reisen wurden neben dem Bienenmuseum im Münstertal auch der Imkermeister und Buchautor Pfefferle im Schwarzwald sowie diverse Korbimkereien in der Lüneburger Heide besucht.

1976
Allgemeiner Wunsch war es, unter den Imkerkollegen einmal jährlich eine Standschau durchzuführen. Zweck dieser Standschau sollte sein, aus den Handhabungen und Arbeiten des  jeweiligen Imkers zu lernen und Rückschlüsse auf die eigene Imkerei zu ziehen. So wurden von 1984 bis 1996 bis auf einige Ausnahmen alljährlich derartige Standschauen durchgeführt.

1977
Die EG Kommission in Brüssel beschloss, den Imkern im EG Bereich ab 1977 den bisher verbilligten Haushaltszucker mit Zusatz von Octosan als vergällten Zucker anzubieten bzw. zur Verfügung zu stellen. Damit sollte sichergestellt werden, dass steuerfreier Zucker nicht in Haushalten eingesetzt werden konnte. Octosan ist eine chemische Verbindung von Rohrzucker  und Essigsäure. Die Verbindung ist ungiftig, besitzt aber schon in kleinen Mengen einen extrem bitteren Geschmack. Octosan mit Zucker kann bei Bienen verwendet werden, ist aber für  den menschlichen Gebrauch nicht verwertbar. Dieser vergällte Zucker wird in Wasser aufgelöst und für den Wintervorrat an die Bienen verfüttert. Die Lieferung des vergällten Zuckers an  die Imker wurde ab Oktober 1981 eingestellt. Es gab für die Bieneneinwinterung nur noch den normalen Raffinadezucker. Allerdings wurde dieser von der EG bezuschusst. Später wurde  die Bezuschussung von Zucker ganz abgeschafft. Den Imkern blieb nichts anderes übrig, als den teuren Haushaltszucker aus den Supermärkten zu beziehen. Heute erwerben die Imker  ihren Zucker für die Einwinterung ihrer Bienen überwiegend in den Imkerfachgeschäften, die ihren Kunden fertigen Futterteig oder flüssigen Zuckersirup anbieten. Der Vorteil beim  Einsatz dieser Produkte zeichnet sich durch die einfache Handhabung bei der Fütterung aus. So wird das Futter heute ohne gesonderte Vorbereitung, wie ein Verflüssigen des Zuckers,  den Bienenvölkern zugesetzt. Das bedeutet eine wesentliche Zeiteinsparung und Arbeitserleichterung. Es wurde festgeschrieben, dass künftig alle Imker einmal pro Jahr ein Veranstaltungsprogramm zugesandt bekommen.

1978 / 79
Die Imkervereine Elspe und Meggen lösten sich auf und traten dem Imkerverein Altenhundem bei. Die Auflösungsmeldung des Imkervereins Elspe an den Landesverband erfolgte am 03.08.1978. Der Übertritt vom Imkerverein Elspe in den Imkerverein Altenhundem erfolgte am 01.01.1978 mit den Imkern:
- Hoffmann, Gerd; Bilstein
- Kuschel, Bruno; Elspe
- Schulte, Josef; Bonzelerhammer

Der Übertritt vom Imkerverein Meggen in den Imkerverein Altenhundem erfolgte am 01.01.1979 mit den Imkern:
- Bille, Johannes; Maumke
- Heimes, Rudi; Halberbracht
- Meeser, Egon; Meggen
- Schulte, Alfred; Halberbracht
- Schulte, Gerhard; Meggen
- Schulte, Paul; Halberbracht
- Spanke, Johannes; Leckmart
- Trudewind, Hubert; Halberbracht

1978
Der Busunternehmer Bernhard Kirchhoff und der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Cordes fuhren gemeinsam mit dem Bus nach Dortmund, um für unsere Imker den Zucker (vergällt) für die  Einwinterung ihrer Bienenvölker kostengünstig zu besorgen.

1978
Das Mitglied Anton Mees unterhielt laut Schreiben des Landesverbandes vom 29.11.1978 eine Wetter-Beobachtungsstation. Seit Juli 1978 wurden diese Gerätschaften wie z. B.  Thermometer, die bisher dem Landesverband gehörten, an den Kreisimkerverein abgetreten.

1979
Der Imkerverein Altenhundem pachtete von der Gemeinde Kirchhundem auf dem Berghof bei Flape ein Gelände (Fl. 12, Parzelle 23), auf dem für den Kreisimkerverein ein Freistand mit  Belegstelle für Königinnenzucht errichtet werden sollte. Die für den Start benötigten Gelder stellte der Kreisimkerverein Olpe zur Verfügung. Am 24.02.1980 hieß es in einem Schreiben,  dass zwar 4 Zanderbeuten, aber noch keine Völker eingegangen seien. Betreuer dieser Belegstelle war der Imkerkollege Anton Mees aus Kirchhundem. Der Freibienenstand hatte nicht  lange Bestand und wurde in den 80er Jahren wieder aufgegeben.

1980
Es wurde ein Brutschrank für die Belegstelle „Berghof“ angeschafft und von dem Mitglied Anton Mees für die Königinnenzucht genutzt.

1981
Es gab keinen vergällten Zucker mehr. Dafür sollten die Imker einen EG – Zuschuss erhalten. Lange Zeit später, im März 1985, hieß es, dass die Imker noch immer keinen EG – Zuschuss erhalten hätten.

1983
Die Europäische Gemeinschaft (EG) gewährte dem Imkerverein Altenhundem eine Beihilfe von DM 2,14 pro Volk. Dies entsprach bei 621 angegebenen Völkern einem Gesamtwert von  1.328,94 DM, mit dem unsere Imker unterstützt wurden.

1983
Im Nov. / Dez. 1983 fand die 1. Ausbildung für Bienenseuchen-Sachverständige im Bieneninstitut Münster statt, an dem auch 6 Imker aus unserem Kreisgebiet teilnahmen. Wegen der Ansteckungsgefahr durch bösartige Faulbrut nahm der Verein nicht an dem diesjährigen Stadtfest teil. Vom Kreisimkerverein Olpe erhielten wir einen Freistand mit 3 Beuten, so dass der Imkerverein Altenhundem nun im Besitz von 2 Freiständen mit 7 Beuten war. Nach 50 Jahren aktiver Tätigkeit wurden die Imker Hubert Löcker und Joh. Stratmann zu Ehrenmitgliedern  ernannt. Beide wurden zur Erinnerung mit einem Zinnteller geehrt. Klönabende sind fester Bestandteil des Vereins geworden und finden von 1983 bis zum heutigen Tage statt. Mit Datum  vom 19. Febr. 1983 wurde Adolf Schneider zum neuen 1. Vorsitzenden des Kreisimkervereins Olpe für den im Dezember 1982 verstorbenen Manfred Langner gewählt.

1984
Kurt Thiele wurde geehrt und für 50-jährige aktive Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Am 4. Dezember 1984, am Tag des hl. Ambrosius, des Schutzpatrons der Imker, veranstaltete der Imkerverein erstmals eine Adventfeier. Die Veranstaltung, an der auch Familienmitglieder teilnahmen, fand bis 1997 in jedem Jahr statt.

1985
Der Imkerkollege Bernhard Kirchhoff stiftete dem Verein eine Mittelwand-Gießform für Zandermaß. Mit Datum vom 11.07.1985 wurden alle Imker verpflichtet, ihre Bienenvölker auf Varroa  zu untersuchen. Vom 01.07. bis 15.09. musste von jedem Volk durch Einlagen am Bodenbrett der Sommermüll von 7-10 Tagen gesammelt und zur Untersuchung beim Kreisveterinär oder bei den Seuchensachverständigen Karl–Heinz Cordes oder Gerhard Schulte abgegeben werden. Die Untersuchungen waren kostenlos.

1986
Am 23.05.1986 wurden alle Imkerverbände per Rundschreiben informiert, dass auf Grund eines Reaktorunfalls in Tschernobyl / Russland bis auf weiteres kein frischer Bienenhonig mehr  zum Verzehr angeboten werden durfte. In Tschernobyl war ein Atomreaktor explodiert und hatte erhebliche Verseuchungen und den Tod vieler Menschen zur Folge. Der radioaktive Staub reichte im Osten bis in die Mongolei und im Nordwesten waren auch Finnland, Norwegen und Schweden noch geringfügig betroffen. Zum Glück blieb Deutschland von der Katastrophe verschont. Der Kreisimkerverein bot verbilligte Varroa-Behandlungsmittel an. Hierzu gehörten Perizin, Folbex und die Illertisser-Milbenplatte. Ein Wachsschmelzer, in dem Waben mit Holzrähmchen eingebracht werden können, wurde angeschafft. Bei dieser Methode bleibt der Rähmchendraht erhalten und muss für den kommenden Einsatz nicht mehr neu eingezogen werden. Voraussetzung ist allerdings, dass dieser Draht aus Edelstahl besteht und nicht rostet. Vom 28. Juni – 06. Juli fand eine Ausstellung im Schauhaus der Vogelwarte statt, wobei  diese am Vormittag für Schulen und am Nachmittag für jedermann geöffnet war. So hatten sich neun Schulen mit ca. 30 Klassen und insgesamt ca. 600 Schülern angemeldet, um das  Leben der Bienen bestaunen zu können.

1987
In diesem Jahr wurde ein Heft mit dem Titel „Varroaleitfaden“ für Mitglieder angeboten. Der Preis betrug 5,- DM. Mit Rundschreiben vom 01. November 1987 teilte Adolf Schneider (1.  Vorsitzender des Kreisimkervereins Olpe) den Imkervereinen mit, einen Lehrbienenstand auf der Griesemert zu errichten. Leider reichte das Geld hierzu nicht aus. Das Bauvorhaben wurde in einem späteren Rundschreiben vom 14. Februar 1988 aus Kostengründen auf unbestimmte Zeit verschoben.

1988
Bei den Imkern traten die ersten massiven Völkereinbrüche, hervorgerufen durch die Varroamilbe, auf. Zum ersten Mal richtete der Imkerverein eine Kaufbörse ein. So konnten Imker untereinander ihre Produkte, wie Bienenvölker, Beuten oder andere Teile, in den regelmäßig erscheinenden Rundschreiben anbieten. Die Börse hat sich bis heute bestens bewährt und  wird gern von den Imkern angenommen.

1988/89
Mit Rundschreiben vom 14. Februar 1988 übernahm der Imkerkollege Karl Klünker die Königinnenzucht bis einschl. 1989. Gezüchtet wurden die Zuchtlinien Sklenar und Peschetz.

1990
Am 24. Februar 1990 erhielt der Imkerverein Altenhundem vom Kreisimkerverein Olpe eine Videokassette mit dem Titel „Gesundheit, Küche, Honig“.

1991
Am 5. April 1991 fand eine Jungimkerschulung im Schauhaus der staatl. Vogelschutzwarte statt. Thema war u. a. der Vogelschutz. Auch wurden Filme über Bienenkrankheiten gezeigt.

1992
In den Jahren 1992/93 fanden Jungimkertreffen am Bienenstand des 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Cordes statt.

1993
Vom 13. – 15. Mai nahm der Imkerverein Altenhundem an den Lennestädter Umwelttagen teil. Von diesem Jahr an müssen Neuanfänger, bevor sie Honig im Einheitsglas vertreiben, einen Honiglehrgang absolvieren. Ohne diesen Nachweis werden keine Gewährstreifen des Deutschen Imkerbundes ausgehändigt.

1994
Der Kreisimkerverein Olpe berichtet, dass die diesjährige Honigbewertung keinen Anklang gefunden hat. An der Bewertung haben sich nur einige wenige Imker beteiligt.

1995
Am 08. und 09. April 1995 fand ein Königinnenzuchtlehrgang unter der Leitung von Otmar Langner statt. Da der Lehrbienenstand noch außer Betrieb war, erfolgte der Lehrgang im  Schauhaus der Vogelschutzwarte. Im Jahr 1995 fanden Jungimkertreffen am Bienenstand des 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Cordes statt.

1996-1998
Einmal jährlich erfolgten Sammelbestellungen für die Beschaffung von Zuchtköniginnen der Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht in Münster.

1996
Die Vogelwarte in Altenhundem wurde endgültig geschlossen. Das herrliche Grundstück rund um das Ausstellungshaus ist vom Land NRW an zwei Investoren verkauft worden, die Teile  des Areals für eine Wohnbebauung nutzen wollen. Anlieger machten daraufhin auf den immensen ökologischen Wert dieses Fleckchens Erde aufmerksam und versuchten, eine weitere  Bebauung neben ihren eigenen Häusern zu verhindern. Schon in den 60-er Jahren wurde über die Vogelschutzwarte intensiv berichtet. Die Landesanstalt für Ökologie,  Landschaftsentwicklung und Forstplanung NRW, mit der hiesigen „Vogelwarte“, verfügte über vier Gebäude mit eingebauten Nistkästen für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter, über ein  Gärtnerhaus, ein Kursistenhaus, einen Lehrbienenstand mit Vortragsraum, einen Flugkäfig mit Schutzhütten, über Vogelschutzgehölz und Obstanlagen, über einen Garten mit Bienennährpflanzen und über Waldparzellen. Vorträge und Führungen für Naturfreunde und -schützer, Wanderfreunde, Jäger, Landwirte, Imker, Studenten und Schüler ließen sich dort  attraktiv durchführen. Diese alte Tradition hat der Imkerverein Altenhundem wieder aufgegriffen und den Betrieb des Lehrbienenstandes seit 1997 durch Anmieten des Gebäudes wieder aufgenommen.

1997
Insbesondere wegen der Wiederaufnahme des Betriebes am Lehrbienenstand und dem damit verbundenen Pachtvertrag, musste als Grundlage für die Nutzung des Lehrbienenstandes  eine neue Satzung erstellt werden. Seit dem 23. Februar 1997 ist der Verein gerichtlich eingetragen, und wird unter dem Namen „Imkerverein Altenhundem e.V.“ geführt. Zwischen dem  Imkerverein Altenhundem und den Eigentümern Behle / Prein wurde für den Zeitraum vom 1. Juli 1997 bis 30. Juni 2004 (7 Jahre) ein Pachtvertrag über den Lehrbienenstand  abgeschlossen. Nach einer aufwändigen Renovierung mit tatkräftiger Unterstützung unserer Imker und großzügigen Geld- und Sachspenden wurde der Lehrbienenstand am 28. Juni 
1997 mit einem Vortrag von H. Reinhard Eckermann aus Feudingen wiedereröffnet. Einen Tag später klang die Feier mit einem zünftigen Frühschoppen aus. Seitdem finden hier  regelmäßige Veranstaltungen statt, wie:
- Seminare,
- Vorträge,
- Versammlungen,
- Standschauen,
- Öffentlichkeitsarbeit, wie Unterrichtungen von Gruppen und Schulklassen, öffentliches Honigschleudern etc.

1997
Am Bienenstand des Imkerkollegen Heinz Löcker wurde an 2 Völkern die Amerikanische Faulbrut festgestellt und angezeigt. Nachdem ein Sperrbezirk eingerichtet worden war, wurde auf  Anordnung des Kreisveterinäramtes der komplette Stand mit über 20 Völkern durch Abschwefelung abgetötet. Alle Waben mit Brut und Futter wurden verbrannt, die Beuten abgeflämmt  und das Bienenhaus mit Ätznatron desinfiziert. Nach Auflösung des Sperrbezirkes im darauf folgenden Jahr wurde der Stand nach Neukauf von Bienenvölkern wieder in Betrieb  genommen. Der Lehrbeauftragte des Landesverbandes Otmar Langner aus Bochum hielt am Lehrbienenstand in Altenhundem einen Vortrag über Honigbehandlung. Am 18. Oktober  fand am Lehrbienenstand des Imkervereins Altenhundem eine Honigbewertung statt.

1998-2000
In den Jahren von 1998 – 2000 fand jeden Dienstag unter dem Motto „Dienstags am Lehrbienenstand“ ein Treffen der Imker statt.

1998
Das Fernsehen des Westdeutschen Rundfunks strahlte am 17.07.1998 mit der Sendung „Lokalzeit“ einen ausführlichen Bericht vom Lehrbienenstand des Imkervereins Altenhundem  aus. Der Imkerverein Bad Vilbel besuchte den Lehrbienenstand an der Vogelwarte. Nach ausführlicher Standschau übernahm unser Imkerverein die Bewirtung.

1999
Am 29. und 30. Mai 1999 fand ein Königinnenzuchtlehrgang unter der Leitung von Otmar Langner am Lehrbienenstand statt.

2000
Honiglehrgang am 26. / 27. März 2000 unter Leitung von Otmar Langner. Im Rahmen von Veranstaltungen der Volkshochschule des Kreises Olpe fand ein Anfängerlehrgang für  Bienenfreunde und Interessierte statt. Leiter war Alexander Kuschel. Unser 1. Vorsitzender Karl-Heinz Cordes verstarb am 03. April 2000. Er war 37 Jahre Mitglied. Im Alter von 15 Jahren  bekam er sein erstes Bienenvolk von seinem Onkel geschenkt. 3 Jahre später, am 01. Januar 1964 wurde er Mitglied unseres Imkervereins. Im Januar 1975 trat er die Nachfolge von  Josef Lehrig als 1. Vorsitzender an. Dieses Amt bekleidete Karl-Heinz Cordes bis zu seinem Tode im Jahr 2000. In seiner Amtszeit setzte er sich unter anderem maßgeblich für den Wiederaufbau des Lehrbienenstandes ein. Unermüdliches Engagement und umfangreiches Fachwissen zeichneten sein Wirken aus, auch als Sachverständiger für Bienenkrankheiten. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Der Imkerverein Altenhundem nimmt seit dem Jahr 2000 alljährlich an dem Projekt „Leistung, Erhaltung und Schonung der Umwelt“ teil und wurde in den Jahren jeweils mit einem Umweltpreis geehrt.

2000
Zum ersten Mal nahm der Imkerverein Altenhundem mit einem Info- und Honigverkaufsstand am Stadtfest in Altenhundem teil. Bis heute ist er dort jährlich präsent.

2002
Am 5. Mai 2002 begann ein Anfängerlehrgang von der Volkshochschule (VHS). Austragungsort war der Lehrbienenstand mit Lehrgangsleiter Alexander Kuschel vom Imkerverein  Altenhundem.

2003
Die Tierseuchenkasse wurde Gesetz. So ist jeder Imker verpflichtet, seine Tierbestandsmeldung der Tierseuchenkasse NRW in Münster anzuzeigen. Der Beitrag beträgt 1,50 € / Volk,  bzw. der Mindestbeitrag 5,- €.

In der Jahreshauptversammlung des Imkervereins Altenhundem wurden erstmalig die Delegierten für die Vertreterversammlung des Kreisimkervereins  bestimmt.

Alle Bienenstände in dem Bereich des Imkervereins Altenhundem – auch die der nicht organisierten Imker – wurden erfasst und ihr Standort auf einer topographischen  Landkarte festgehalten. Damit wurde erreicht, dass im Fall eines Seuchenausbruchs die Bienenstände im Umkreis schnell ermittelt und überprüft werden können.

Zum ersten Mal gab es  Zuschüsse für die Untersuchung von Futterkranzproben an Bienenvölkern, um einem Ausbruch der bösartigen Faulbrut entgegenwirken zu können. Durchgeführt werden diese  Untersuchungen von Seuchensachverständigen unseres Vereines. Da die jährlich freigegebenen EU-Mittel nicht für alle unsere Imker ausreichen, werden die in einem Jahr nicht  geprüften Stände erst in dem darauf folgenden Jahr untersucht. Diese Untersuchungen werden bis zum heutigen Tage einmal jährlich durchgeführt.

Alljährlich findet ein öffentliches  Honigschleudern im Lehrbienenstand statt. Jung und Alt können sich informieren, wie der Honig aus den Waben in das Deutsche Einheitsglas gelangt. Diese Veranstaltung wird gerne  von Interessenten besucht, und hier und da wechselt auch ein Honigglas mit frisch abgefülltem Honig den Besitzer.

2003
Seit dem Jahr 2003 nimmt unser Imkerverein Altenhundem alljährlich an der vom Landesverband Westfälisch–Lippischer Imker ausgeschriebenen Honigbewertung teil. Diese Bewertung  unterliegt sehr strengen Vorgaben und wird von vielen unserer Imkerkollegen schon allein aus Gründen der Werbewirksamkeit ihres Honigverkaufs gerne angenommen.
Bewertet werden:
- Aufmachung,
- Sauberkeit des Honigs,
- Zustand des Honigs,
- Geruch,
- Geschmack,
- Wassergehalt und Invertaseaktivität.

Herr Paul Schulte aus Halberbracht – jahrelanges Mitglied unseres Imkervereins – errang von ca. 400 Imkern mit 860 Proben im Jahr 2006 den 1. Preis auf Landesebene und wurde durch die Urkundenverleihung des Landesimkerverbandes in Bielefeld durch Herrn Friedrich-Wilhelm Brinkmann, wie auch von unserer Vorsitzenden Margaretha Cordes, gleichzeitig Kreisvorsitzende des Kreisimkervereins Olpe, gebührend geehrt.

2005
Am 23. April fand ein Anfängerlehrgang am Lehrbienenstand statt. Lehrgangsleiter waren Alexander Kuschel, Edgar Neuhaus und Bernhard Luke, alle vom Imkerverein Altenhundem. Ab 2005 ist bei Vertrieb des Imkerhonigs das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Gewährstreifen des Deutschen Imkerglases zwingend vorgeschrieben. Der Imkerverein Altenhundem führt über den ganzen Sommer Lehrgänge und Infotage am Lehrbienenstand durch.

2007
Ein Weiterbestand des Lehrbienenstandes war stark gefährdet, denn in der Veröffentlichung der Westfalenpost vom 21. März 2007 wurde mit Bekanntmachung der Stadt Lennestadt die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 125 „Vogelwarte II“ angezeigt. In diesem Plan liegt bedauerlicherweise der Lehrbienenstand, den der Imkerverein Altenhundem seit 1997 betreibt. Wie sich die Sache weiterentwickelt, steht noch offen.

Am Dienstag, 27. März 2007 wurde dem Bürger in einer öffentlichen Sitzung im Lennestädter Rathaus das Vorhaben vorgestellt und erörtert. So sollen nach dem Bebauungsplan  „Vogelwarte II“ auf einer Fläche von 8200 m² zehn eingeschossige Einfamilienhäuser errichtet werden. Da es sich hier um ein ökologisches Kleinod besonderer Art handelt, bleibt nebenerheblichen Auflagen der Eigentümer in jedem Fall der Lehrbienenstand erhalten. Eine Umplanung soll dafür sorgen, dass der freie Blick auf den Lehrbienenstand nicht verbaut wird, da das Gebäude einen ganz besonderen symbolischen Identifikationscharakter für die Anwohner besitzt. Mit dieser, für uns freudigen Entscheidung, kann der Imkerverein  Altenhundem weiterhin in die Zukunft planen.

2007
In Archivunterlagen, hier beim Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker in Hamm, wurde intensiv nach Unterlagen für die Chronik unseres Imkervereins Altenhundem gesucht.

2008
Wie in den vergangenen Jahren gilt der Imkerverein Altenhundem, was seine Mitglieder und Völkerzahlen betrifft, bis zum heutigen Tag als ein recht starker Verein. Die höchsten Völkerzahlen besaß der Verein in der Mitte der 80er Jahre mit über 650 Bienenvölkern, die von 62 Imkern bewirtschaftet wurden. Bis zum Jahre 1995 gingen die Völkerzahlen leicht zurück bei jedoch steigenden Mitgliederzahlen. Die max. Mitgliederzahl lag im Jahr 1995 bei 82 Imkern. Von da an bis heute ist die Mitgliederzahl leicht rückläufig, was auf eine Überalterung der Imker zurückzuführen ist. Heute, im Jahr 2008, weist der Verein noch 66 Mitglieder bei 422 angegebenen Völkern auf.

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